Antik-Heli-Treffen 2010 in Kitzingen

Ich versuche mal die Teilnehmer zu benennen. Von links nach rechts: Ewald Glanzer, Uli Friedgen, Werner Zink, Kurt Pastuschka, Andreas von Bergen, Hans-Joachim Schips, Siegfried Engelhaupt, Tobias Gräf, Dieter Schlüter, Ralf Pawlowitz, Edwin Broda, Hubimike Michael Vogler, Eberhard Hof, Ralf Engel, Wolfgang Burk, Manfred Schmidt, Gerd Guzicki. Leider sind nicht alle Teilnehmer auf dem Bild, da einige Piloten nur am Samstag auf das Treffen kommen konnten.
 

Wie versprochen – hier ein kleiner Bericht über unser 2. Antik-Heli-Treffen beim MFG Kitzingen.

Zuerst herzlichen Dank von allen Teilnehmern an den Organisator Kurt Pastuschka, dem Vorstand der MFG Kitzingen Wolfgang Hülle und allen Mitgliedern mit ihren Frauen und Freundinnen, die ihre Freizeit für dieses herrliche Event geopfert haben. Wir sind alle Club - oder Vereinsmitglieder und wissen, wie viel Arbeit die Vorbereitung und Durchführung von solchen Veranstaltungen mit sich bringt – nochmals herzlichen Dank.

Das Motto, unter dem das Antik-Heli-Treffen 2010 stand, war der erste, anerkannte Weltrekord im Streckenflug mit einem ferngesteuerten Modellhubschrauber von Ing. Dieter Schlüter vor genau 40 Jahren. Aus diesem Grund ließ es sich der Vater des Modellhubschraubers Dieter Schlüter nicht nehmen, mit seiner charmanten Gattin anzureisen.
Hier die Geschichte des Weltrekordfluges http://dieterschlueter.de/weltrekordflug.html

Das Wetter konnte nicht besser sein. Allerdings hatten einige Oldtimermodelle bei den hohen Temperaturen  Probleme, da die Kühlung um die Motoren vor 30-40 Jahren einfach nicht so leistungsfähig war wie in den heutigen Modellen. Die Stimmung auf dem herrlichen Fluggelände war locker und familiär. Niemand musste mit Rückenflug- oder sonstigem 3D- zappeln sein Können beweisen. Einen 40 Jahre alten Modellhubschrauber zu fliegen erfordert andere Fähigkeiten.

Für mich persönlich war es ein ganz großes Erlebnis – warum? Nun seit fast einem Jahrzehnt habe ich Leute aus der Oldtimerszene über das Internet kennen gelernt, die ich bisher noch nie gesehen habe. Hans Böhm mit Frau (Herstellung GFK Teile), Gerd Guzicki (Bausatz Heli-Baby), Achim Krüger (Holzrotorblätter), Volker Heine, Edwin Broda (Holzvorbauten), Tobias Gräf  (Bausatz DS22) – alle waren da – herrlich.

Am Samstagabend gab es in der benachbarten Gemeinde Iphofen eine Weinprobe für alle Teilnehmer. Das passte sehr gut für die Veranstaltung. Vorher erzählte Dieter Schlüter mit Hilfe einer Beamer Präsentation über die Vorbereitung und Durchführung des Weltrekordfluges von 1970. Es war wie zu erwarten hochinteressant.

Die folgenden Bilder sind von Ewald Glanzer, Michael Vogler (Hubimike) und von mir. Weitere sehr schöne Fotos findet ihr von Jochen Lauer auch auf der HP des MFG Kitzingen

Wolfgang Simon hat seine bildschöne Graupner Bell 212 TwinJet mitgebracht und absolut souverän vorgeführt.

Ralf Pawlowitz flog eine bildschöne Schlüter Bell 222 System 80

Peter Sperber mit einem Kalt/Baron. Die Firma KALT war bekanntlich ein Lizenznachbau der Konstruktion von Dieter Schlüter. Peter gewann übrigens den Repro-Bausatz der DS22. Herzlichen Glückwunsch.

Volker Heine hatte seinen Whopper dabei. Die Vorführung des Schlüter-Tragschraubers war perfekt. Kein Wunder, schließlich war Volker maßgeblich an der Erprobung des Modells beteiligt. Wenn ich den Whopper fliege, kann man das Adrenalin immer mit dem Kochlöffel abschöpfen – also wer´s braucht – bitteschön.

Achim Krüger links neben Volker Heine hat eine Auswahl von Holzrotorblättern aus eigener Produktion mitgebracht. www.holzblaetter.de

Gerd Guzicki – in der Oldtimerszene bekannt durch die Produktion des Heli-Baby-Bausatzes. Am Treffen stellte er eine elektrifizierte Graupner Bell 212 TwinJet vor. Hier im Flug natürlich ohne Rauchfahne. Gerd spendierte spontan für die Verlosung unter den Teilnehmern einen Bausatz des Heli-Baby. www.helibaby.de

Tobias Gräf stellte seinen reproduzierten Bausatz der Schlüter DS22 vor. Perfekt gefertigte Aluteile. Das Getriebegehäuse des Ölbadgetriebes ist in Sintertechnik ausgeführt. Dieses Gehäuse wurde nochmals überarbeitet und hält nun allen Anforderungen Stand. Das Gebläserad, ebenfalls in Sintertechnik und schrägen Lüfterflügel erreicht das Maximum an Kühlung, das man aus dieser Technik erreichen kann. Alle Holzteile sind dabei, die Spanten sind CNC gefräst. Tobias ist dabei, über dieses Modell eine eigene Internetseite aufzubauen.
Tobias stellt den ersten Bausatz der DS22 zur Verlosung unter den Teilnehmern zur Verfügung.

Kurt Pastuschka hat sich auf die Schlüter Gazelle mit Expertrotorkopf spezialisiert und vorgeflogen. Es gibt keine Frage, die der Kurt über das Ölbadgetriebe und den ersten Serien-Rotorkopf mit Kollektivpitch von Schlüter Modellbau nicht beantworten kann. Er stellt sogar die Dämpfergummis für den Expert-Rotorkopf selbst her.
Ebenfalls eine Neuheit der Oldtimertechnik war die Vorstellung seines reproduzierten Cobra-Ölbad-Getriebegehäuses im Spritzgussverfahren. Die Form dafür hat ein kleines Vermögen gekostet, also beklagt euch nicht über die 80 Euro, was so ein paar Getriebeschalen kosten – sie sind es wert.
Im Bild links mit Gerd Guzicki und Edwin Broda beim Begutachten der neuen Getriebeschalen.

Uli Fridgen hatte seine Graupner Bell212 TwinJet dabei, ebenfalls die Schlüter DS22 und das Heli-Baby. Uli ist unser Ausnahmetalent und fliegt im Wechsel alle Oldtimer perfekt vor. Das Fachsimpeln mit dem Konstrukteur gehörte natürlich dazu.

Hans-Joachim Schips hatte wieder lasergeschnittene Seitenteile, Rotorkopfseitenplatten, Fahrwerke und Kleinteile für unsere Oldtimer dabei. Teilweise pulverbeschichtet und mit Namenszügen veredelt, erinnern die reproduzierten Teile schon an optisches Tuning. Hier an seinem Stand mit Achim Krüger (links)

Andreas von Bergen – unser Spezialist für die Müller Alouette brachte außer der Alouette eine wunderschöne Schlüter Gazelle mit. Alle Modelle waren eine Augenweide in der Luft.
Andreas hat die Formen der Haube für die Müller-Alouette aufgetrieben (Alu Vollmaterial). Diese Formen konnte man bei ihm besichtigen. Wer einen Tiefziehabzug der Alouette-Kabine benötigt, kann nun ebenfalls bedient werden. Andreas hat das Los für den Bausatz des Heli-Baby gezogen – herzlichen Glückwunsch.

Hubimike Michael Vogler, Moderator im Oldtimerforum bei rc-heli hatte einen Mini-Boy dabei und seine neue SX81. Beide Modell wie gewohnt perfekt vorgeflogen. Ebenfalls mit dabei war ein „namenloses Vehikel“, eingebaut war eine Cobra-Mechanik. Es ist eines der Modelle, die irgendein Modellbauer um die Cobra-Mechanik gestrickt hat, damit der Chrash nicht so teuer und arbeitsaufwendig wird. Dieter Schlüter hat die Haube (sie sah aus, als wäre sie um einen Fußball herum laminiert worden) mit dem Vermerk „es geht auch so“ signiert.

Ewald Glanzer, unser helioldie.at, ist mit Wohnwagen und Hund Elvis aus Österreich angereist. Mit dabei war natürlich seine Cobra mit Trainingsgestell. Es gibt kein urigeres Flugbild wie eine Schlüter-Cobra mit diesem Landegestell. Danke Ewald – mein Freund, dass du mit dabei warst. Du hattest die weiteste Anreise. Im Bild rechts mit der Cobra von Uli. Der Konstrukteur Dieter Schlüter in der Mitte.

Kuriositäten gab es natürlich auch - hier ein Doppelrotoreigenbau eines unbekannten Modellbauers. Gefunden und präsentiert von Wolfgang Burk

Bei mir gab es den versprochenen Flohmarkt. Oldtimer zu Dumpingpreisen. Die einzige Möglichkeit, meine völlig überfüllen Kellerräume zu erleichtern. Auf Bild2  Wolfgang Burk, der immer wieder den Stand betreute, wenn ich beim "labern" auf dem Gelände war - und ich war viel unterwegs. Bild 3 und 4 Hans Böhm mit Gattin auf dem Stand von helioldie.at/de

Zum Abschluss bekam jeder Teilnehmer ein Hochglanzplakat mit einem Autogramm von Dieter Schlüter überreicht. Im Gegenzug bekam der geniale Konstrukteur dasselbe Dokument mit der Unterschrift aller Teilnehmer.
Die restlichen Fotos sind von der Verlosung der beiden zur Verfügung gestellten Oldtimerbausätze.

Nach dem Antik-Heli-Treffen ist vor dem Antik-Heli-Treffen

Wir haben zum Schluss der Veranstaltung über das nächste Treffen in zwei Jahren beraten. Ein Organisator hat sich bereits gemeldet. Mehr will ich noch nicht verraten, da der dortige Verein erst sein OK geben muss. Sobald alles in „trockenen Tüchern“ ist werde ich sofort berichten.